Mein erster Vortrag: Hildegard von Bingen

Eigentlich war es eine Entscheidung von Sekunden. Letzte Woche Dienstag saß ich in Phoebes Hexenstube und unterhielt mich mit Freunden. Wir schwammen von einem Thema zum nächsten und ich nahm mir nebenbei etwas Zeit, um mir Orakelkarten zu legen.

Ich mischte verschiedene Decks, um sie zu einem Bild zusammen zu legen und war überrascht auf einmal die Götter Karte Danu in der Hand zu halten. Meine mich begleitenden Göttinnen sind seit meiner Jugend meistens Arthemis und Diana und ich horchte sofort auf, als auf einmal diese große Göttin zu mir kam.

Danu ist eine irisch-keltische Göttin. Sie ist die Mutter, tief verwurzelt mit dem Land und den Sagen auch die Mutter der Tuatha Dé Danaan, dem mytischen, keltischen Folk. Als Mutter steht Danu auch für Weisheit, Intellekt und die Ausübung von Kunst. Sie ist diejenige, die ihren Kindern alles was sie wissen sollen beibringt. Und dabei beschützt sie sie auch. Eben eine wahre Mutter.

Mehr Informationen: http://bardmythologies.com/danu
Bildquelle: Gods & Goddess Wiki

Kurz nachdem ich die Karten gelegt hatte, bewegte sich das Gespräch in Richtung Hildegard von Bingen. Ich bin nicht mehr ganz sicher, wie es dazu kam, aber plötzlich erzähle ich von ihr. Hildegard war eine der ganz besonderen Frauen, über die wir glücklicherweise eine Menge wissen. Doch warum ist das so? Wieso konnte sie ihr ganzes Kräuterwissen aufschreiben, ihre Ideen über ihre Spiritualität so offen kommunizieren? Sie lebte im vermeidlich ‚dunklen‘ Mittelalter, einer Zeit der Hexenverbrenn- STOPP!


Und hier komme ich ins Spiel. Die Tatsache, dass die meisten „Hexen“ nicht im Mittelalter verbrannt wurden, ist kaum mehr bekannt. Das Mittelalter war eine Zeit voller Wandel und Wunder. Es war viel mehr möglich, als es heute gedacht wird. Und es gab Menschen, die haben behauptet, dass Gott ihnen Eingebungen geschenkt hat. Doch das Bild, dass sich daraus ergibt, passt so gar nicht zu den Lehren der Kirche. Trotzdem lebten die Menschen, wie Hildegard von Bingen. Sie wurden nicht verbrannt oder gefoltert.

Ich als Mediävistin, also Mittelalterhistorikerin, habe in meinem Studium über die Jahre gelernt zwischen den Zeilen zu lesen. Das große, ganze Bild gibt uns Hinweise auf unsere moderne Spiritualität. Frauen wie Hildegard legten die Grundsteine für eine harmonische Verbindung zwischen Körper, Geist, Natur und den Welten um uns herum. Eine ganzheitliche Verbindung schaffen stand in ihrem Fokus. Und das sind auch oft die Grundsätze, Leidfäden der modernen spirituellen Pfade.


Kennst Du das, wenn Du plötzlich das Gefühl hast, dass die Welt einen kleinen Moment still steht? Das passierte mir in dieser Sekunde. Und ich spürte, dass hier gerade zwei Dinge aufeinander prallten.

Zum einen die Göttin Danu, die Lehrerin, die so unerwartet erschien und mir sagte, dass ich endlich Lehren solle. Und zum anderen ein Thema, über das ich viel weiß, was wichtig ist und was hoffentlich auf Interesse stößt.

Ich würde mich freuen, wenn Du Lust hättest dieser großen Frau und mir ein wenig Zeit zu schenken.

Vortrag Hildegard von Bingen

Lebe kreativ und voller Liebe.
❤ Lisa

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2 Kommentare zu „Mein erster Vortrag: Hildegard von Bingen

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