Wie sich ein Potential entfalten kann – Ein Stück meines Weges

Irland spirituelle Landschaft Druids View
Druid’s View, Irland, Ring of Kerry. Quelle: Privat

Ich habe jetzt schon eine Weile keinen Beitrag verfasst und das hatte leider seine Gründe. Da ich jetzt wieder auf einem aufsteigenden Ast bin und mein Leben etwas sortiert habe (oder gerade dabei bin), wollte ich berichten, was so bei mir los ist.

Ich glaube ich sollte am Anfang beginnen, denn ich bin mittlerweile der Überzeugung, dass ich ihn gefunden habe. Dieser Anfang ist für mich eine so persönliche Sache gewesen, dass es mir schwer fällt darüber zu berichten, weswegen ich es bisher nicht getan habe. Es war auch nicht ganz einfach einen Anfangspunkt zu finden, denn alles wird von allem beeinflusst. Aber es gab in letzter Zeit Ereignisse, die den Anschein erwecken einen Zusammenhang zu haben.

Phase 1

Vor etwa einem halben Jahr war ich über ein Wochenende am Meer und hatte bei einem Sonnenaufgang die Möglichkeit ein kleines Ritual abzuhalten. Dort betete ich zu den Göttern, oder wer auch immer mich erhören wollte. Ich opferte dem Meer etwas mir Wertvolles, etwas, das ich selbst gemacht habe und etwas, das mir geschenkt wurde. Ich bat vor allem darum, dass ich mein volles Potential erkenne und leben kann.

Damals wusste ich noch nicht, was auf mich zukommen sollte. Ich hatte nicht damit gerechnet überhaupt erhört zu werden, denn mein Glaube schwankte noch. Ich war sehr unsicher, wollte es aber nicht sein. Und ich bekam sofort eine Rückmeldung. Die Natur war atemberaubend und zeigte sich mir in ihrer vollen Schönheit. Alle Elemente waren um mich herum und ich spürte die Magie des Augenblicks

Kurz danach feierte ich mit meiner Seedgroup das Samhain Fest und wir unternahmen eine schamanische Trancereise zu unseren Ahnen. Und dort traf ich nicht nur meine Großeltern, die mir erschreckend wunderbare Informationen mitteilten, sondern ich traf dort auch einen meiner Mentoren: Merlin. Nach einer kurzen Verwirrung war klar, dass er nicht ein Teil meiner Familie ist, sondern extra kam um mir etwas mitzuteilen. Und diese Nachricht war: Beginne!

Ziemlich ratlos lies er mich zurück und ich grübelte eine ganze lange Weile darüber. Aber die Zeit verging und der Alltag hielt mich wieder in seinem Griff.


Merlin beim Diktieren seiner Gedichte (französischen Buchmalerei des 13. Jahrhunderts)

Phase 2

Und dann kamen die Raunächte und die Schwitzhütte. Darüber habe ich in meinem Podcast (Folge 7) ein wenig erzählt. Ja, die Folge war recht chaotisch, aber genau so sah es in mir aus. Und da ich von Anfang an entschieden hatte mich nicht zu verstecken, dachte ich, dass es vielleicht hilfreich ist für den einen oder anderen Zuhörer. Ihr seid nicht alleine mit euren widersprüchlichen Gefühlen und den chaotischen Eindrücken nach spirituellen Erfahrungen. Es ist gut das zu erkennen und dem Raum zu lassen.

Ein paar Wochen später war ich dann bei einem Trommelritual. Dort ging es vor allem um die Vorbereitung zu einem Event mit dem wundervollen Namen Lebenstraum-Tanz. Doch ich erkannte plötzlich, wie ich meine eigene Spiritualität leben will. Und das ist anders, als es jetzt gerade der Fall ist. Ich erkannte, dass ich die Möglichkeit habe aus altem Wissen zu lernen und dabei unbedingt Gesang und Tanz nutzen muss/möchte.

Gleich einen Tag später traf ich mich wieder mit meiner Seedgroup, diesmal für ein Imbolc Ritual. Wir machten wieder eine schamanische Reise, diesmal zur Göttin Brighid, die Schirmherrin dieses Festtages. Und ich traf in dieser Reise wirklich die Göttin und sie eröffnete mir, dass ich eine Priesterin sei, doch nicht ihre. Sie beruhigte mich und schickte mich auf den Rückweg. Dort wartete wieder Merlin und ging mit mir ein Stück des Weges. Und er sagte mir, dass ich eine Priesterin Danus sei und dass sich mir mein Weg bald offenbart.

Wie schon in meinem Bericht zu dem baldigen Vortrag über Hildegard von Bingen, musste ich mir auch hier eingestehen, dass ich keine tiefere Verbindung zu der Göttin bisher verspürt habe. Aber die Göttin ruft und ich werde diesen Ruf erhören. Ich weiß nur noch nicht wie. Dass sich die Begegnungen nun so häufen kann kein Zufall mehr sein.

Phase 3

Und wärend ich dabei bin die Nachricht von Merlin zu verdauen, ergibt es sich, dass meine Schilddrüsenhormone überprüft werden. Das eindeutige Ergebnis, dass ich in mir schon so lange weiß, es aber nicht wahrhaben wollte, ist: Hashimoto-Thyreoditis (Typ B). Grob erklärt ist es eine Schilddrüsenunterfunktion, die sich zu einer Autoimmunkrankheit entwickelt hat. Die Anlagen dafür sind in der Genetik verankert. Die Schäden an der Schilddrüse sind nicht reparierbar.

Die einzige Möglichkeit, nicht weiter unter den Auswirkungen der geschädigten Schilddrüse leiden zu müssen, ist eine komplette Ernährungsumstellung und eine Entschleunigung der Lebensumstände. Das bedeutet, dass ich mehr meditieren, fasten und gesund essen sollte.
– Nicht gerade das schlechteste, was mir passieren kann.

Seltsamer Weise sagt mir mein Kopf, dass ich in Panik verfallen sollte. Doch mein Bauch sagt mir, dass das der Weg einer Priesterin ist und ich dieses Opfer, diesen Verzicht erbringen sollte.

Denn worum geht es hier eigentlich? Vor einem halben Jahr hatte ich den Wunsch mein volles Potential zu erkennen und zu leben. Und ist nicht geschehen, was ich wollte? Die Wege meines Schicksals kann ich nicht vorhersehen, aber ich kann jeden Moment meines Lebens das Beste aus der Sittuation machen. Gerade ist es eine extreme Umstellung, die auf mich zukommt. Aber das wird vorbeigehen und ich finde hoffentlich in eine stressfreie Alltagsroutine.

Ein Kommentar zu „Wie sich ein Potential entfalten kann – Ein Stück meines Weges

  1. Das ist wunder-voll!
    Ich kenne es, dass der Weg oder die Götter einen auswählen, auch wenn man selbst keinen Schimmer hat wozu oder warum. Mir geht es seit Jahren so. Man FÜHLT es aber man versteht es nicht immer. Man bekommt von allen Seiten den Auftrag, die Umstände fügen sich auf magische und seltsamste Weise. Und man steht mitten drin und weiß gar nicht wirklich was das jetzt alles soll. 🙂 Aber es freut mich, wenn es sich für dich gut und richtig anfühlt. Ich hoffe, du wirst hier in Zukunft noch mehr darüber schreiben.

    Gefällt 1 Person

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