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Barrierefreie Liebe? Falsch gedacht!

Das Thema, das ich euch heute etwas ans Herz legen möchte, ist nicht einfach und wird vielleicht nicht alle interessieren oder ansprechen. Aber ich denke, es ist sehr wichtig darüber zu sprechen, das zu wissen, uns zu sensibilisieren, damit hoffentlich etwas passiert. Denn das, was ich aus eigener Erfahrung kenne und was ich gesehen habe, beschäftigt mich bis jetzt. Es macht mich traurig und wütend. Die Sexualbegleitung bei der Menschen mit einer geistigen und/ oder körperlichen Behinderung.

Menschen mit einer geistigen und körperlichen Behinderung habe ich zum ersten Mal im Jahr 2001 kennengelernt, als freiwilige Mitarbeiterin in der Diakonie in Russland. 15 Jahre später habe ich in Deutschland den bundesfreiwiligen Dienst mit älteren Menschen mit Behinderungen gemacht. Ich habe natürlich mich, sie und meine Kollegen über die Liebe, Freunde, Kinder gefragt. Manche Antworten habe ich nie bekommen, manche haben mich nachdenklich gemacht, über vieles wurde geschwiegen und über vieles habe ich absolut nicht nachgedacht. Sexualität? Liebe? Lust?

Die Menschen sind sexuelle Wesen. Wir alle wollen lieben und geliebt werden. Wir alle möchten von geliebten Menschen umarmt, berührt, geküsst werden. Es ist nicht immer einfach, den besonderen Menschen zu finden. Es kann Monate, Jahren, gar das ganze Leben dauern. Aber wir haben Freunde, aus Freunden werden besten Freunde, erster Kuss, erste Nacht, Beziehung, Liebe. Unsere Herzen werden gebrochen und werden wieder heilen, wie wir es aus einem Lied kennen.

Umarmungen, Küsse, Nähe, Anblick auf einen nackten Körper, Sex, Liebe, Kinder, Enkel. Klingt bekannt und irgendwie ganz natürlich und einfach.

Doch wie ist es, wenn man eine körperliche oder eine geistige Behinderung hat? Freunde, Kuss, Nacht, Beziehung, Liebe, Freude, Eierkuchen?

Hat jemand überhaupt darüber nachgedacht oder sind die Menschen mit Handicap „anders“, „asexuell“, „brauchen/kennen/können sowas nicht?“ Klingt so, als ob sie die UFOs ohne Geschlechtsorgane wären (sorry, die „Akten X“ Fans!). Ich persönlich hätte nie darüber nachgedacht, wäre das nicht ein Teil meiner Arbeit gewesen.

Ich habe neulich auf eine Reportage „Sex für Menschen mit Behinderungen“

Die Berührerin

auf YouTube gestoßen, aus dem Jahre 2018. Ich muss sagen, es gibt nicht allzu viel Videos darüber. Dort erfuhr ich über die Sexualbegleitung. Ich war über 3 Fakten empört:

  1. Die Kosten für die Dienste der Sexualbegleiter*innen (nein, es ist keine Therapie und nein, sie schlafen nicht mit Klienten) werden nicht von der Krankenkassen übernommen.
  2. Die Sexualbegleiter*innen haben eine Anmeldebescheinigungen nach dem Prostituiertenschutzgesetz. Ja, sexuelle Dienste gegen Geld.
  3. Die Menschen (wie du und ich, sowie das Personal der Behinderteneinrichtungen) wissen nichts, tun nichts und/oder interessieren sich einfach nicht dafür.

Als ob die Menschen mit Handicap keine Genitale, keine Gefühle, keine Sexualität, keine Lust haben!

Aus dem Video „Was ist Sexualbegleitung? Vimala und Tobias klären auf“

Vimala und trotz-allem-lust.de

habe ich erfahren, dass die Menschen mit Beeinträchtigungen einen unglaublich langen Umweg ALLEINE machen müssen, um SICH SELBST irgendwie zu helfen, ihren Sexualität ausleben zu können. Und wie wir, die Menschen aus deren Umfeld, sie in diesen Fragen noch mehr hindern (das, habe ich gelernt, nennt man eine „sekundäre Behinderung“).

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass in vielen Einrichtungen/ WGs/aus dem betreuten Wohnen, darüber von Personal nachgedacht (!) wird, manchmal sogar darüber gesprochen, und am Ende – was für eine Überraschung- nichts gemacht.

Die Frauen im Gebäralter werden mit Anti-Baby-Pillen vollgepumpt, bei jungen Männer wird das absolut ignoriert, bei vielen Frauen werden die Inkontinenzhöschen für eine Nacht in der Woche weggelassen (wow, was für eine Freiheit für die Finger!), manche wurden in den 60-70er Jahren zwangssterilisiert, und wer einen Freund oder eine Freundin hat, muss erst fragen, ob er oder sie noch 5 Minütchen länger bleiben kann.

Ich hoffe, dass es nur meine allerschlechteste Erfahrung war und nicht in jeder Einrichtung sowas praktiziert wird.

Aber wie kann man denn sich ausdrücken, ob man die Lust auf eine Nähe hat, wenn man nicht sprechen kann? sich nicht bewegen kann? Glaubt mir, man sieht es. Die Betreuer*innen oder Angehörigen kennen ihre Leute gut, sie signalisieren eindeutig, was sie wollen oder nicht, ob sie angespannt sind oder relaxed. Man kann es an uns alle sehen, ob wir uns wohlfüllen oder nicht.

So viel zur Inklusion. So viel zum Thema „Teilhabe am Leben“. Pubertät, Nähe, Ejakulation, Vibrator gehen uns ALLE irgendwann mal an. Sexualbegleitung von Menschen mit Behinderungen muss ein Thema sein und nicht etwas, dass man, laut Tobias aus dem Video, nur 1 Mal im Jahr sich leisten könnte. FALLS man das irgendwie rein zufällig überhaupt erst findet.

Gastbeitrag: Ich pflanz dir einen Baum

In den letzten Jahren ist das Bewußtsein für die Natur und die Umwelt, gefühlt, deutlich gestiegen. Nicht erst seit den Freitagsdemos der Jugendlichen und Schüler, die dieses Thema definitiv voran gebracht haben. Aber irgendwie stößt man bei sich selbst immer viel zu schnell an seine Grenzen, bis man sich selbst eingesteht, dass jeder kleine Schritt ein Schritt in die gewünschte Richtung ist. 

So auch im letzten Sommer, der so furchtbar heiß war und ich mir in der Stadt viel mehr Bäume wünschte, unter denen ich im Schatten hätte sitzen können. In den Läden war es brüllend heiß und ich stellte mir vor, wie der Schatten einer großen Linde die Luft im Inneren kühlen würde. 

Und wir romantisch wäre es, wenn in den Parks in manchen Ecken die wilden Bienen und Hummeln summten und den picknickenden Menschen das Gefühl von Erholung geben würden. 

Träumereien… ?

Als Mitglied im OBOD ist dieses Thema immer ganz nah, egal wo man wohnt. Ich wohne im äußersten Norden Deutschlands und auch hier zwischen Ostsee und Nordsee ist es im Sommer für uns „Nordländer“ viel zu heiß. So fanden wir uns zusammen…

In einer kleinen Gruppe diskutierten wir („wir“ heißt in diesem Fall ein paar Aktionswillige aus dem OBOD), was wir dafür tun könnten, dass solche Träumereien ein Stück weit wahr werden könnten. Das Sacred Grove – Projekt wurde geboren. 

Auf der Seite www.weltderlinden.de gibt es einen noch recht frischen Bereich, der sich mit diesem Projekt befasst. Der Name „Sacred Grove“ bezieht sich darauf, einen geschützten Platz zu erschaffen, einen Heiligen Hain.

Für die Umwelt kann dies eine Blühwiese für Bienen sein oder eine naturbelassene Streuobstwiese oder ein Stück Land, wo ein Wald entstehen darf. Ideen gibt es reichlich, doch die Möglichkeiten für einzelne sind begrenzt. Auf der Suche nach Ideen, die sich umsetzbar anfühlten, diskutierten wir manchen Abend. 

Unteranderem kam die Idee einer Sammlung von Geschichten und Gedichten auf, die die Liebe zur Natur und den Bäumen im speziellen näher bringen sollten. Dank wundersamer Fügungen wurde ein Verlag gefunden und aus der Idee wurde überraschenderweise die Aussicht auf ein tatsächlich gebundenes Buch. 

Ein Aufruf erging in die Community, seine kreativen Schätze aus der Schublade zu kramen oder sich für eine neue Geschichte inspirieren zu lassen.  Als es langsam Herbst wurde und die Abende kürzer, wurden die Zusendungen mehr und es konnten zauberhafte Texte gesammelt werden.

Schließlich waren alle Texte gesammelt, gesichtet, gelesen und gesetzt. 18 kreative Hobby-Autoren haben ihre Schatz-Schatulle für uns geöffnet und ihre Texte gespendet, damit der Erlös des Buches in Umweltprojekte in Deutschland gehen kann.  Der Titel des Buches „Ich pflanz Dir einen Baum“ ist Wunsch und Aufruf, denn es gibt immer einen Grund einen Baum zu pflanzen. 

Mein Traum ? Ein stetig wachsender Wald bei jeder Stadt. Ein “Wald der guten Wünsche“ und für jeden Wunsch einen gepflanzten Baum … 

Erhältlich ist die Anthologie in allen Buchhandlungen, sowie direkt beim custos verlag (custos-verlag@gruenwald-greenwood.de)

Das Buch hat 112 Seiten und kostet 10 Euro
ISBN 978-3-943195-29-3

Wir wollen mit dem Erlös der Buchverkäufe mehrere Naturprojekte unterstützen. Da aktuell noch niemand weiß, wieviel zusammen kommen wird, kann es von einem Baum pflanzen bis eine Streuobstwiese pachten , alles sein. Sicher ist nur, es soll der Natur und deren Erhalt zugutekommen.

Von Brigit

Über Frauenkreise, Babypausen und die Chance der Corona-Krise

Am 6. März hatte ich meinen ersten kleinen Frauenkreis (Infoabend) und war sehr berührt von der Energie und von den tollen Frauen, die dabei gewesen sind. Wir hatten zwei wundervolle Stunden und ich kann es kaum erwarten regelmäßige Treffen anzubieten. Und das werde ich auch tun! Die Liebe und den Halt, den wir uns gegenseitig geben können, ist unbezahlbar und ich wünsche mir, dass noch mehr Frauen den Mut dazu haben diese Heilkreise aufzusuchen.

Ab dem

22.06.2020, 19:00 Uhr

gibt es mit mir regelmäßige Frauenkreise. In Zeiten der Pandemie müssen wir alle flexibel sein was den Ort der Begegnungen betrifft, aber die Treffen werden stattfinden.

Und als wenn wundervolle Frauenkreise nicht schon genug wären, werde ich ZUSÄTZLICH auch Mama-Kreise anbieten. ❤
Doch warum? Zum einen bin ich dann selbst eine frisch gemachte Mama und weiß um den Support, den wir uns gegenseitig geben können. Zum anderen will ich persönlich den jungen Müttern halt geben, Mut den eigenen Weg zu gehen und auch Raum, um Verletzungen zu benennen, zu erkennen und zu heilen.

Und da bin ich auch schon beim nächsten Thema: Die Babypause. Vermutlich ist es für euch gar nicht spürbar, da ich in letzter Zeit sowieso nicht so oft Beiträge verfasst habe. Auf Instagram bin ich aber dafür umso aktiver. Schaut dort auf jeden Fall mal vorbei. Gestern hatte ich dort eine kleine Live-Chat Erfahrung und finde es so easy, dass ich das gerne wiederholen will.

Jedoch hoffe ich, dass ihr es mir nachseht, dass ich in den nächsten Wochen lieber Zeit mit meiner kleinen Tochter und meinem Mann verbringen will. Kuscheln und Zeit zu dritt ist gerade am Anfang so wertvoll und wichtig für den neuen Erdenbewohner und das will ich nicht verpassen.

Bild von Jenny Jimenez Guerroro, Quelle: Instagram, @mia_gonzalez_berducido

Und dann ist da noch die aktuelle Situation. Ich will eigentlich keine Weisheiten verbreiten oder ungefragte Ratschläge geben, wie ihr mit eurem veränderten Alltag umgehen solltet.

Ich persönlich sehe überall neue Möglichkeiten. Vor allem die eigenen Themen anzugucken, aufzuarbeiten, zu transformieren. Wir alle kämpfen gerade mit größeren und kleineren Ängsten oder/und Verunsicherungen. Schaut genau da hin, fragt euch warum ihr gerade fühlt, wie ihr fühlt. Es ist gerade die perfekte Zeit damit aufzuräumen und Antworten zu erhalten.

Wenn ihr dabei Schwierigkeiten habt, helfe ich sehr sehr gerne weiter. Habt ihr konkrete Fragen? Immer heraus damit! Oder wollt ihr einfach ein persönliches Gespräch, jemanden, der euch zuhört? Soweit ich das einrichten kann, bin ich gerne bereit dazu. Kontaktiert mich über Instagram, E-Mail oder Facebook. Wir finden einen Weg DIR zu helfen. Ansonsten kann ich dir, Frau, meine baldigen Frauenkreise sehr empfehlen. Sie sind genau dafür da.

Warum ich das anbiete? Es liegt mir einfach am Herzen. Meine Seele ruft danach und ich will diesem Ruf endlich nachgeben.

#saveagirl: null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung

Als ich zum ersten Mal den Film „Vulva 3.0“ gesehen habe, der im Auftrag von Frauen*-Referat des AstA der TU Berlin gezeigt wurde, habe ich angefangen, über die verschiedenen Problemen, den Alltag, die Traditionen und das tragische Dasein der Frauen nachzudenken.

Das tragische Frausein.

Diese Gedanke verfolgt mich seit ich 6 bin. Damals hatte ich schon Angst, ein Kind zu bekommen. Ich hatte Angst vor Schmerzen. Ich höre immer noch, wie meine Mutter mir sagt: „Das ist das Kreuz, das die Frauen tragen müssen. Das ist unser Schicksal, zu leiden. Das ist unsere Bestimmung, Schmerzen zu haben“. Weil wir Frauen sind. „Sie sind doch eine Frau, sie werden die Schmerzen schon ertragen“, sagt eine Protagonistin in einem sowjetischen Film.

Sind wir dazu verdammt, mit dem Schmerzen zu leben?

Im Film „Vulva 3.0“ erzählt eine Frau von der Genitalverstümmelung der Frauen, genauer gesagt, der Mädchen. Als ich vor vielen Jahren von einer Beschneidung (auch von Männer) gehört habe, konnte ich das nicht glauben! Was gibt es da bei den Frauen zu beschneiden?? Und jetzt erfahre ich, dass es sogar vier Formen der weiblichen Genitalverstümmelung gibt! Das hat mich nachdenklich und sehr traurig gemacht.

In Afrika verstümmeln Frauen die Frauen.

Frauen kontrollieren Frauen.

Frauen sterben.

Das macht mich wütend und traurig. Ich hatte die Bedürfnis zu helfen und habe die Organisation „Terre des Femmes e.V“ https://www.frauenrechte.de/index.php aufgesucht und gespendet. Ich weiß nicht, ob es auf irgendeiner Weise hilft, Mädchen vor einer Tradition -von der ich keine Ahnung habe-zu schützen. Doch mir war es wichtig.

Heute, am Internationalen Tag „Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“, habe ich eine E-Mail von der „Terre des Femmes“ bekommen. Die Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle erzählt von der „Terre des Femmes“-Partnerorganisation AIM (Amazonian Initiative Movement), die gegen weibliche Genitalverstümmelung in Westafrika, in Sierra Leone, kämpft.

Frau Stolle schreibt: „…Dabei sind 90 Prozent aller Mädchen und Frauen dort betroffen. Kein Gesetz schützt sie davor. Die meisten leiden ihr ganzes Leben lang an den körperlichen und psychischen Folgen. Denn diese schwere Menschenrechtsverletzung ist irreversibel. 25 Prozent sterben sogar daran. Kurz nach dem Eingriff werden Mädchen in Sierra Leone verheiratet und von der Schule abgemeldet. Ein Leben in Abhängigkeit und Chancenlosigkeit erwartet sie…“.

Frau Stolle erzählt auch von mutigen Mädchen, die es wagen, „Nein“ zu FGM – female genital mutilation- zu sagen. Sie können nicht mehr nach Hause. „…Im Schutzhaus wachsen sie unversehrt auf, dürfen weiter zur Schule gehen und spielen…“. „Mädchen müssen unversehrt aufwachsen können“, schreibt Stolle und ich stimme ihr 100% zu.

Ich habe auch heute für das Mädchenschutzhaus gespendet. Ich weiß es nicht, wieso ich das tue. Die tolle Rolle der weißen Beschützerin, die das alles gar nicht trifft? Die Hoffnung auf unversehrte Kindheit für „die Schwester im Geiste“? Ich weiß es nicht. Vielleicht möchte ich nicht, dass „die Frau gleich Schmerz“ bedeutet.

Frauenkreis Infoabend am 6. März 2020

Du hast es schon überall gelesen oder gehört, weißt aber nicht so richtig, was es ist: Der Frauenkreis?

Ich gebe Dir die Möglichkeit zu einem Infoabend zu kommen, hinein zu schnuppern, Fragen zu stellen, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie schön soetwas ist. Trau Dich, bringe Deine beste Freundin mit, oder Deine Tochter!

.°. Was dich erwartet .°.


Wann?

Am 6. März 2020 ab 18 Uhr bis etwa 20 Uhr.

Wo?

Heilpraxis Schlange und Besen
Inh. Julia Perschke
Seegefelder Straße 99
13583 Berlin

Weitere Informationen

Eigene Trommeln dürfen gerne mitgebracht werden. ❤

Es wird Tee, Wasser und kleine Knabbereien geben.

Ich bitte um Anmeldung, wegen der Platzvorbereitung!

Ich biete meine Veranstaltungen generell auf Spendenbasis an. Ich freue mich über jeden Interessierten. Die Raummiete beträgt 25€, die ich aus eigener Tasche bezahlen muss. Dazu kommen Räucherwerk, Vorbereitungen usw. Deswegen ist jede Spende gern gesehen.

Über Pausen und wie ich zu mir selbst fand

Manchmal ist es gar nicht so einfach die richtigen Worte zu finden. Und schon gar nicht, wenn sich grundlegende Dinge ändern. Aber was man ruft, das kommt und ich habe im letzten Jahr laut nach genau dieser Transformation gerufen und sie hat mich einmal durchgewaschen und ausgespuckt. So langsam begreife ich, was sich wirklich getan hat.

Seit Juli bin ich schwanger. Und das nicht nur mit Ideen, sondern mit einem Mädchen. Das ändert von Grund auf schon mal so einiges. Aber ich habe das Gefühl, mich nicht zurück ziehen zu müssen, sondern genau jetzt noch mehr in die Welt hinaus zu gehen. Doch ich hatte mich dazu entschlossen abzuwarten, die Dinge ihren Lauf nehmen zu lassen und zu gucken, was eigentlich passiert.

Die Rauhnächte kamen und gingen und ich habe wirklich klare Aussagen erhalten. „Gehe mit dem Zyklus“, war die Botschaft. „Verstecke dich nicht mehr, JETZT ist deine Zeit.“ Wer auf Instagram aktiv war, konnte zum Jahreswechsel meine tägliche Kartenziehung mitverfolgen und die wundervollen Bilder und Nachrichten der Spirits/Götter erkennen. Mit der Begleitung von Julias Spiritual Living konnte ich außerdem viele Sorgen und Ängste hinter mir lassen und kann nun voller Zuversicht in die Zukunft blicken.

Ich zu Weihnachten.

Es fühlt sich an, als wäre ein schweres Gebirge von meinen Schultern genommen worden. Es tut so gut mich mehr um mich zu kümmern, denn das habe ich wirklich lange vernachlässigt. Dank meiner Tochter, die schon in mir einen wirklich starken Willen hat, habe ich mir (nicht ganz freiwillig) die Zeit für mich genommen, habe entschlackt, entgiftet, digital-detoxing gemacht und alles was dazu gehört.

Und dann konnte ich endlich klarer sehen. Und es drang mir durch Mark und Bein. Meine Transformation ist fast beendet. Es steht zwar immer eine nächste an, aber die jetzige fühlt sich essenzieller an, wichtiger, größer. Und dazu gehörte die Pause, die ich im letzten halben Jahr gemacht habe. Immer ständig sofort alles unter Druck in die Welt hinaus zu posaunen ist nicht immer von Vorteil. Manchmal muss man abwarten, die Dinge geschene lassen, sie reifen lassen, mit Ideen schwanger gehen, bis sie Spruchreif sind. Oder bis sie an einem Punkt sind, an dem sie mit anderen oder der Öffentlichkeit selbst weiter wachsen können.


Was ich in diesem Jahr geplant habe:


Wie genau jeder einzelne Punkt dazu aussieht, kann ich noch nicht sagen. Ich bemühe mich weniger zu planen und mehr zu spüren. Das ist so untypisch für die Online-Welt, in der man gerne mal vergessen wird, wenn man nicht regelmäßig etwas postet. Aber das ist mir egal. Ich brauche meinen eigenen Rythmus und will die Kreativität fließen lassen, so wie sie komnmt.

Ich bin nicht hier um ein Influencer zu sein, sondern um Gedanken und Ideen in die Welt zu geben, um DICH zu begeistern, zum Nachdenken anzuregen, DICH anzustiften Deinen eigenen Weg zu finden und zu gehen.

Grenzen, Heimat, Sprache

Manche Orte sind besonders. Manche Menschen machen manche Orte besonders.

Oderberg

Wo man frei atmen kann, wo man hinter den Horizont schauen kann, wo man das spüren kann, was man nirgendwo spürt. Wo man über die Grenze schaut und feststellt – wir sind uns so nah!

Lebenstanzkreis, Oderberg, 2019

Wir sind Nachbarn und doch sind wir uns so fern und wissen so wenig von einander. Meine Sprache ist deine Sprache und meine Heimat ist die deine.

Ich nenne es “ das Hexenhäuschen“, Oderberg.

Wir sind glücklich, woanders leben zu können, als dort, wo wir geboren sind. Neue Liebe, neue Freunde. Und doch weinen wir, wenn wir das Lied in unserer Sprache singen, alte Gedichte aus unserer Kindheit lesen und uns erinnern, wo genau wir in der Klasse unserer alten Schule gesessen haben und dieses Gedicht lernten.

Wasseraltar, Oderberg

„Heimat ist dort, wo deinem Hintern warm ist“, sagt der Protagonist eines russischen Films aus den 90ern.
Manche sagen: „Heimat ist dort, wo du aufgehört hast, wegzulaufen“.
In jeder seinen Sendungen „Männerhaushalt“ stellt Torsten Sträter seinen Gästen immer wieder dieselbe Frage: „Was ist für dich Heimat?“. Einige antworten: „Heimat ist die Sprache“.

Musik im Metall

Du kannst aus deinem Dorf fliehen, aber das Dorf bleibt für immer in dir drin.
Manche Grenzen sind da, um sie zu überwinden. Wir haben „rübergemacht“ und es ist gut so.

Feuerlaternen der Erde

Wir sind da, wo wir sein sollen. Ich wünschte ich könnte fliegen. Von oben sieht man die Grenzen nicht.
Wir sind so verschieden, aber trotzdem sind wir zusammen.

Oderberg, 2019. Die Grenze zwischen Deutschland und Polen.

Erica Feldmann: Mein magisches Heim

Dieses wundervolle Buch über Einrichtung und die Harmonie eines Zuhauses, habe ich mit Freude gelesen. Und das nicht nur, weil die Autorin, Erica Feldmann, eine tolle Art hat zu erzählen, sondern weil sie gleichzeitig ein sehr umfangreiches Einsteigerbuch für Hexen und den Umgang mit Magie damit veröffentlichte.

Der Titel sagt es zwar schon, aber ich dachte wirklich, dass es sich eher um die „Magie des Einrichtens“ handelt (oder etwas in der Art). Ich erwartete ein Buch, dass mir sagt, wie ich meine Wohnung auf magische Art harmonisch einrichten kann, evtl. mit Dingen, die mehr Licht in dunkle Räume bringen, oder bestimmte Materialien, die alles wohnlicher gestalten.

Stattdessen habe ich zusätzlich ein kompaktes Nachschlagewerk einer Hexe erhalten, die sich viel damit beschäftigt hat Spiritualität in die eigenen vier Wände zu bekommen, ohne dabei unauthentisch zu sein. Sie gibt Anleitungen für einfache, aber wirkungsvolle Reinigungszauber, wundervolle Schutzmaßnahmen und weitere kleine Zauber für Harmonie, Behaglichkeit und Balance.

Erica Feldmanns holistische Betrachtungen schließen Kristallmagie, Mondmagie und Manifestationen mit ein. Sie informiert über Räucherwerk, Astrologie, Heilsteine, Tarot und Planzen und gibt zahlreiche DIY-Rezepte mit.

Wirklich charmant finde ich ihre persönliche Geschichte und wie es dazu kam, dass sie in Salem (New England) einen eigenen Laden eröffnen musste und ihn seitdem mit magischen Gegenständen und Ratschlägen füllt. HausWitch ist eine moderne und offene Anlaufstelle für Hexen aus der ganzen Welt.

Das Buch dazu ist eine faszinierende und bereichernde Möglichkeit den Fokus von sich selbst weg zum direkten Umfeld zu führen. Sich selbst ein gemütliches Heim schaffen ist eine wundervolle Art der Selbstliebe. Dieses Heim für alle Mitbewohner sicher und heilend zu gestalten, dass will Erica Feldmann für alle. Ob Hexe oder nicht.

der quâtspreche

Dieses wundervolle Buch über Einrichtung und die Harmonie eines Zuhauses, habe ich mit Freude gelesen. Und das nicht nur, weil die Autorin, Erica Feldmann, eine tolle Art hat zu erzählen, sondern weil sie gleichzeitig ein sehr umfangreiches Einsteigerbuch für Hexen und den Umgang mit Magie damit veröffentlichte.


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Gezähmte Natur

Calvinstraße, Berlin
Das sind für mich kleine Gärten der Meditation, Ruhe und Entspannung.

Die Schönheit der Welt ist überall, sie umgibt uns, wir müssen nur bereit sein, unseren Augen und Herzen öffnen zu wollen. In solchen Momenten bereue ich, dass ich keine professionelle Kamera dabei habe, um jedes Detail zu dokumentieren, um die flüchtige Schönheit des Augenblicks so gut wie möglich festzuhalten.

Weg mag das wohl sein? Wer hat das alles sorgfältig gestaltet?

Aber mein Handy ist ein bescheidener Helfer auf der Jagd nach der schönen Überraschungen, die unsere Welt für uns immer wieder bereit hält. Wir müssen nur hinsehen!

Wenn ich immer wieder vorbei gehe, dann vergesse ich den Stress des Alltags und bin weit-weit weg…

Ich vermute, diese kleine Gärten der Ruhe und Entspannung wurden von Kinder und Erzieher*innen aus benachbarten Kindergarten arrangiert. Materialien und Dekorationen wechseln sich ständig im Verlauf der Jahreszeiten und ist einfach spannend es zu beobachten.

Einfach und schön!

Mmh, und wer bist du?

Ja..ich hätte nie gedacht, dass es so schwierig sein könnte, auf diese Frage zu antworten (ich sitze hier schon bestimmt eine dreiviertel Stunde!). Wer bin ich eigentlich? Der Philosoph in mir sagt: „Ich bin alles und nichts.“; der Pessimist: „Ich bin hier, um die Luft zu verschmutzen und die Erde unter meinen Füßen niederzutreten.“; der Soziopath fragt: „Wen interessiert’s?“; der Altruist in mir schreit: „Ich bin hier, weil dich jemand braucht! ohne dich würde nichts klappen!“
Wie ein russischer Dichter eins schrieb: „Wenn die Sterne am nächtlichen Himmel funkeln, dann heißt das, jemand braucht sie!“ Wow, na wenn man so denkt… Aber zurück in die (grausame) Realität. Ich werde doch in der Lage sein, etwas von mir erzählen zu können! (Sagte sie und stellte sich vor, in einem Deutschunterricht zu sein.)

Hallo! Ich heiße Elizaveta, ich bin 31 Jahre alt. Ich komme aus Russland, wo ich als Englischlehrerin und Übersetzerin tätig war und einen Bachelor in Linguistik und Übersetzungswissenschaft gemacht habe (die Sprachen sind einfach wunderschön!). Seit 2012 lebe ich in Deutschland und seit kurzem studiere ich Deutsch als Fremd- und Fachsprache (ich habe das Gefühl, dass ich mein ganzes Leben nur lerne…wann werde ich schon alles können??). Ich stelle mir fast jeden Tag die Fragen wie „Was ist für uns die Heimat?“, „Was ist für uns die Sprache?“, „Wo kommen wir her und wo gehen wir hin?“, „Woran glauben wir?“, „Wieso sind wir hier?“.

Ich bin seit 3 Jahren Heidin und seit kurzem Teil des OBOD (dank Lisa Laqua *Kuss*) und des Asahood Berlin e.V., eine Ásatrú Gemeinschaft in Berlin. Ich interessiere mich für slawische und nordische Mythologie, Geschichte des Paganismus in Russland und beobachte die Entwicklung des Neo-Heidentums in Ost-Europa. Die Kraft der Magie und Heilung als Teil des menschlichen Könnens ist sehr wichtig für mich zu erforschen.

Und das Wichtigste zum Schluss! Ich bin die neue Co-Redakteurin des AnamRua Blogs! Yippieh! Ich bin sicher, Ihr werdet von mir durch meine Beiträge, Fotos, Geschichten, Gedanken, Diskussionen, Fundstücke mehr erfahren! Es ist wirklich seltsam, von sich selbst zu erzählen.

Ich freue mich riesig, ein Teil dieses wunderschönen Projekts zu sein, mein spirituelles Leben und magischen Alltag mit Euch teilen zu dürfen, uns als Redakteuere einander zu ergänzen. Es ist mir eine Ehre, mit Lisa zusammen zu arbeiten, denn ohne Sie wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin!

Heil uns, den Glorreichen!
Ich freue mich!

Eure Elizaveta