Gastbeitrag: Ich pflanz dir einen Baum

In den letzten Jahren ist das Bewußtsein für die Natur und die Umwelt, gefühlt, deutlich gestiegen. Nicht erst seit den Freitagsdemos der Jugendlichen und Schüler, die dieses Thema definitiv voran gebracht haben. Aber irgendwie stößt man bei sich selbst immer viel zu schnell an seine Grenzen, bis man sich selbst eingesteht, dass jeder kleine Schritt ein Schritt in die gewünschte Richtung ist. 

So auch im letzten Sommer, der so furchtbar heiß war und ich mir in der Stadt viel mehr Bäume wünschte, unter denen ich im Schatten hätte sitzen können. In den Läden war es brüllend heiß und ich stellte mir vor, wie der Schatten einer großen Linde die Luft im Inneren kühlen würde. 

Und wir romantisch wäre es, wenn in den Parks in manchen Ecken die wilden Bienen und Hummeln summten und den picknickenden Menschen das Gefühl von Erholung geben würden. 

Träumereien… ?

Als Mitglied im OBOD ist dieses Thema immer ganz nah, egal wo man wohnt. Ich wohne im äußersten Norden Deutschlands und auch hier zwischen Ostsee und Nordsee ist es im Sommer für uns „Nordländer“ viel zu heiß. So fanden wir uns zusammen…

In einer kleinen Gruppe diskutierten wir („wir“ heißt in diesem Fall ein paar Aktionswillige aus dem OBOD), was wir dafür tun könnten, dass solche Träumereien ein Stück weit wahr werden könnten. Das Sacred Grove – Projekt wurde geboren. 

Auf der Seite www.weltderlinden.de gibt es einen noch recht frischen Bereich, der sich mit diesem Projekt befasst. Der Name „Sacred Grove“ bezieht sich darauf, einen geschützten Platz zu erschaffen, einen Heiligen Hain.

Für die Umwelt kann dies eine Blühwiese für Bienen sein oder eine naturbelassene Streuobstwiese oder ein Stück Land, wo ein Wald entstehen darf. Ideen gibt es reichlich, doch die Möglichkeiten für einzelne sind begrenzt. Auf der Suche nach Ideen, die sich umsetzbar anfühlten, diskutierten wir manchen Abend. 

Unteranderem kam die Idee einer Sammlung von Geschichten und Gedichten auf, die die Liebe zur Natur und den Bäumen im speziellen näher bringen sollten. Dank wundersamer Fügungen wurde ein Verlag gefunden und aus der Idee wurde überraschenderweise die Aussicht auf ein tatsächlich gebundenes Buch. 

Ein Aufruf erging in die Community, seine kreativen Schätze aus der Schublade zu kramen oder sich für eine neue Geschichte inspirieren zu lassen.  Als es langsam Herbst wurde und die Abende kürzer, wurden die Zusendungen mehr und es konnten zauberhafte Texte gesammelt werden.

Schließlich waren alle Texte gesammelt, gesichtet, gelesen und gesetzt. 18 kreative Hobby-Autoren haben ihre Schatz-Schatulle für uns geöffnet und ihre Texte gespendet, damit der Erlös des Buches in Umweltprojekte in Deutschland gehen kann.  Der Titel des Buches „Ich pflanz Dir einen Baum“ ist Wunsch und Aufruf, denn es gibt immer einen Grund einen Baum zu pflanzen. 

Mein Traum ? Ein stetig wachsender Wald bei jeder Stadt. Ein “Wald der guten Wünsche“ und für jeden Wunsch einen gepflanzten Baum … 

Erhältlich ist die Anthologie in allen Buchhandlungen, sowie direkt beim custos verlag (custos-verlag@gruenwald-greenwood.de)

Das Buch hat 112 Seiten und kostet 10 Euro
ISBN 978-3-943195-29-3

Wir wollen mit dem Erlös der Buchverkäufe mehrere Naturprojekte unterstützen. Da aktuell noch niemand weiß, wieviel zusammen kommen wird, kann es von einem Baum pflanzen bis eine Streuobstwiese pachten , alles sein. Sicher ist nur, es soll der Natur und deren Erhalt zugutekommen.

Von Brigit

Gezähmte Natur

Calvinstraße, Berlin
Das sind für mich kleine Gärten der Meditation, Ruhe und Entspannung.

Die Schönheit der Welt ist überall, sie umgibt uns, wir müssen nur bereit sein, unseren Augen und Herzen öffnen zu wollen. In solchen Momenten bereue ich, dass ich keine professionelle Kamera dabei habe, um jedes Detail zu dokumentieren, um die flüchtige Schönheit des Augenblicks so gut wie möglich festzuhalten.

Weg mag das wohl sein? Wer hat das alles sorgfältig gestaltet?

Aber mein Handy ist ein bescheidener Helfer auf der Jagd nach der schönen Überraschungen, die unsere Welt für uns immer wieder bereit hält. Wir müssen nur hinsehen!

Wenn ich immer wieder vorbei gehe, dann vergesse ich den Stress des Alltags und bin weit-weit weg…

Ich vermute, diese kleine Gärten der Ruhe und Entspannung wurden von Kinder und Erzieher*innen aus benachbarten Kindergarten arrangiert. Materialien und Dekorationen wechseln sich ständig im Verlauf der Jahreszeiten und ist einfach spannend es zu beobachten.

Einfach und schön!

Alte Sagen und Legenden studieren

Heute möchte ich Euch etwas darüber erzählen, wie es ist, sich mit Legenden und Sagen auseinander zu setzen. Wie vermutlich viele von Euch, bin auch ich schon lange von ihnen begeistert. Und dabei ist es fast egal aus welcher Kultur sie kommen, ich finde immer etwas an den alten Geschichten, mit dem ich mich verbunden fühle, was ich nachempfinden oder woraus ich lernen kann.

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Shinrin-yoku oder Waldbaden

Bildquelle: New York Spirit

Ich bekam vor einigen Wochen das neue Buch von Meik Wiking ‚LYKKE‚ zugeschickt. Da ich schon vorher einigen zu HYGGE gelesen hatte, war ich nun sehr gespannt, was die Dänen tun, um ihr Glücksgefühl zu unterstützen. Darin fand ich eine für mich neue Sache: Shinrin-yoku.

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Inspiriert durch Philip Carr-Gomm

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Seit einer Woche lese ich „Weisheit der Natur. Altes Wissen der Druiden für unsere Zeit“ von Philip Carr-Gomm und ich bin von Anfang an erstaunt darüber, wie erleuchtend diese Lektüre für mich ist. Und das sage ich als skeptische Geschichtswissenschaftlerin, die Quellenkritik bis zum bitteren Ende beherrscht. Aber Philip erklärt das Druidentum und nebenbei auch Wicca (was wirklich sehr ähnliche Grundzüge hat) auf eine sehr desillusionierte Art und Weise.

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Hexe – der aktuelle Modetrend?

Vor kurzem habe ich bei Patheos Pagan auf Facebook eine kleine Debatte darüber gelesen, dass es offenbar momentan Mode ist, im Alltag als Hexe aufzutreten. Oder jedenfalls als so eine Hexe, die dank verschiedenster Medien als sexy gilt. (Edit: Hier der Beitrag von John Beckett zum Thema Asthetik)

Dazu habe ich mir einige Gedanken gemacht. Ja, es ist mir aufgefallen, dass es momentan eine Art Hype um den Modetrend gibt. In einigen Klamotten-Läden für junge Menschen können schwarze, bodenlange Samtröcke, T-Shirts mit Pentagrammen und Totenschädeln oder dem Ouija-Aufdruck gekauft werden. Es gibt allerhand verschiedenes mit dem Trendmotiv Witch oder Coven in allerhand Läden zu kaufen.

Ich habe noch nicht ganz entschieden, ob ich das gut finde oder nicht. Immerhin decke auch ich mich momentan mit diversem Merchendise ein. Dinge, die ich sonst nur selbst herstellen konnte, sind für kleines Geld plötzlich im Laden zu erhalten. Tolle Onlineshops wie Killstar liefern in die ganze Welt und auch ich bin dort Kunde. Wieso sollte ich den Hype nicht auch nutzen?

Befremdlich finde ich den Zustand, dass es Menschen gibt, die sich als Hexen oder Magier bezeichnen und gleichzeitig keine tieferen Gedanken oder Wissen zu dem Thema besitzen. Wieso sollte ich mich als etwas bezeichnen, von dem ich eigentlich gar nicht so genau weiß, was es bedeutet? Ist es chic geworden ein Außenseiter zu sein, gemieden und beschimpft zu werden? Doch glücklicherweise kommt es ja gar nicht mehr so weit. Filme und Serien mit magischen Inhalten sind an der Tagesordnung. Ob Good Witch (die Serie ist wirklich bezaubernd), Coven von American Horror Story, Harry Potter oder die unzähligen Fantasyromane – Hexerei und Zauberkraft wird nur noch selten als etwas schlimmes und negatives wahrgenommen. Bedrohlich von mir aus schon, gefährlich unbedingt auch, aber keineswegs ausschließlich der dunklen Seite überlassen. Und das ist was wirklich Tolles. Auch wenn immer noch der Hollywood-Filter auf allem liegt, die Tendenzen sind trotzdem nicht mehr nur negativ.

Wieso darf ich dann nicht die gleichen guten, sexy oder auch geheimnisvollen Attribute übernehmen, oder in dem aktuellen Witch-Glanz mitschwimmen, wenn ich kann? Und was mir ganz klar ist: Trend bleibt Trend. Bald ist der ganze Spuk auch wieder vorbei. Wenn nicht, umso besser. Feststeht auf jeden Fall, dass weiterhin die Sprüche gelten: „Kleider machen Neider“ oder auch „Der Schein trügt immer“. Eine äußerliche Hexe macht noch keinen paganen, spirituellen Geist und bringt auch keine tiefen Gedanken. Aber es ist ganz nett anzusehen……..

P. S.: Ich LIEBE die Sachen von Killstar, schaut dort auf jeden Fall mal vorbei.

Der quâtspreche im Archäologischen Landesmuseum in Brandenburg

Vor ein paar Wochen war ich bei einer Führung im Archäologischen Landesmuseum in Brandeburg an der Havel mit dem Namen: Von Göttern und Götzen – Glaubensvorstellungen im Wandel der Zeit.

Hier habe ich davon berichtet:

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