Über Frauenkreise, Babypausen und die Chance der Corona-Krise

Am 6. März hatte ich meinen ersten kleinen Frauenkreis (Infoabend) und war sehr berührt von der Energie und von den tollen Frauen, die dabei gewesen sind. Wir hatten zwei wundervolle Stunden und ich kann es kaum erwarten regelmäßige Treffen anzubieten. Und das werde ich auch tun! Die Liebe und den Halt, den wir uns gegenseitig geben können, ist unbezahlbar und ich wünsche mir, dass noch mehr Frauen den Mut dazu haben diese Heilkreise aufzusuchen.

Ab dem

22.06.2020, 19:00 Uhr

gibt es mit mir regelmäßige Frauenkreise. In Zeiten der Pandemie müssen wir alle flexibel sein was den Ort der Begegnungen betrifft, aber die Treffen werden stattfinden.

Und als wenn wundervolle Frauenkreise nicht schon genug wären, werde ich ZUSÄTZLICH auch Mama-Kreise anbieten. ❤
Doch warum? Zum einen bin ich dann selbst eine frisch gemachte Mama und weiß um den Support, den wir uns gegenseitig geben können. Zum anderen will ich persönlich den jungen Müttern halt geben, Mut den eigenen Weg zu gehen und auch Raum, um Verletzungen zu benennen, zu erkennen und zu heilen.

Und da bin ich auch schon beim nächsten Thema: Die Babypause. Vermutlich ist es für euch gar nicht spürbar, da ich in letzter Zeit sowieso nicht so oft Beiträge verfasst habe. Auf Instagram bin ich aber dafür umso aktiver. Schaut dort auf jeden Fall mal vorbei. Gestern hatte ich dort eine kleine Live-Chat Erfahrung und finde es so easy, dass ich das gerne wiederholen will.

Jedoch hoffe ich, dass ihr es mir nachseht, dass ich in den nächsten Wochen lieber Zeit mit meiner kleinen Tochter und meinem Mann verbringen will. Kuscheln und Zeit zu dritt ist gerade am Anfang so wertvoll und wichtig für den neuen Erdenbewohner und das will ich nicht verpassen.

Bild von Jenny Jimenez Guerroro, Quelle: Instagram, @mia_gonzalez_berducido

Und dann ist da noch die aktuelle Situation. Ich will eigentlich keine Weisheiten verbreiten oder ungefragte Ratschläge geben, wie ihr mit eurem veränderten Alltag umgehen solltet.

Ich persönlich sehe überall neue Möglichkeiten. Vor allem die eigenen Themen anzugucken, aufzuarbeiten, zu transformieren. Wir alle kämpfen gerade mit größeren und kleineren Ängsten oder/und Verunsicherungen. Schaut genau da hin, fragt euch warum ihr gerade fühlt, wie ihr fühlt. Es ist gerade die perfekte Zeit damit aufzuräumen und Antworten zu erhalten.

Wenn ihr dabei Schwierigkeiten habt, helfe ich sehr sehr gerne weiter. Habt ihr konkrete Fragen? Immer heraus damit! Oder wollt ihr einfach ein persönliches Gespräch, jemanden, der euch zuhört? Soweit ich das einrichten kann, bin ich gerne bereit dazu. Kontaktiert mich über Instagram, E-Mail oder Facebook. Wir finden einen Weg DIR zu helfen. Ansonsten kann ich dir, Frau, meine baldigen Frauenkreise sehr empfehlen. Sie sind genau dafür da.

Warum ich das anbiete? Es liegt mir einfach am Herzen. Meine Seele ruft danach und ich will diesem Ruf endlich nachgeben.

#saveagirl: null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung

Als ich zum ersten Mal den Film „Vulva 3.0“ gesehen habe, der im Auftrag von Frauen*-Referat des AstA der TU Berlin gezeigt wurde, habe ich angefangen, über die verschiedenen Problemen, den Alltag, die Traditionen und das tragische Dasein der Frauen nachzudenken.

Das tragische Frausein.

Diese Gedanke verfolgt mich seit ich 6 bin. Damals hatte ich schon Angst, ein Kind zu bekommen. Ich hatte Angst vor Schmerzen. Ich höre immer noch, wie meine Mutter mir sagt: „Das ist das Kreuz, das die Frauen tragen müssen. Das ist unser Schicksal, zu leiden. Das ist unsere Bestimmung, Schmerzen zu haben“. Weil wir Frauen sind. „Sie sind doch eine Frau, sie werden die Schmerzen schon ertragen“, sagt eine Protagonistin in einem sowjetischen Film.

Sind wir dazu verdammt, mit dem Schmerzen zu leben?

Im Film „Vulva 3.0“ erzählt eine Frau von der Genitalverstümmelung der Frauen, genauer gesagt, der Mädchen. Als ich vor vielen Jahren von einer Beschneidung (auch von Männer) gehört habe, konnte ich das nicht glauben! Was gibt es da bei den Frauen zu beschneiden?? Und jetzt erfahre ich, dass es sogar vier Formen der weiblichen Genitalverstümmelung gibt! Das hat mich nachdenklich und sehr traurig gemacht.

In Afrika verstümmeln Frauen die Frauen.

Frauen kontrollieren Frauen.

Frauen sterben.

Das macht mich wütend und traurig. Ich hatte die Bedürfnis zu helfen und habe die Organisation „Terre des Femmes e.V“ https://www.frauenrechte.de/index.php aufgesucht und gespendet. Ich weiß nicht, ob es auf irgendeiner Weise hilft, Mädchen vor einer Tradition -von der ich keine Ahnung habe-zu schützen. Doch mir war es wichtig.

Heute, am Internationalen Tag „Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“, habe ich eine E-Mail von der „Terre des Femmes“ bekommen. Die Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle erzählt von der „Terre des Femmes“-Partnerorganisation AIM (Amazonian Initiative Movement), die gegen weibliche Genitalverstümmelung in Westafrika, in Sierra Leone, kämpft.

Frau Stolle schreibt: „…Dabei sind 90 Prozent aller Mädchen und Frauen dort betroffen. Kein Gesetz schützt sie davor. Die meisten leiden ihr ganzes Leben lang an den körperlichen und psychischen Folgen. Denn diese schwere Menschenrechtsverletzung ist irreversibel. 25 Prozent sterben sogar daran. Kurz nach dem Eingriff werden Mädchen in Sierra Leone verheiratet und von der Schule abgemeldet. Ein Leben in Abhängigkeit und Chancenlosigkeit erwartet sie…“.

Frau Stolle erzählt auch von mutigen Mädchen, die es wagen, „Nein“ zu FGM – female genital mutilation- zu sagen. Sie können nicht mehr nach Hause. „…Im Schutzhaus wachsen sie unversehrt auf, dürfen weiter zur Schule gehen und spielen…“. „Mädchen müssen unversehrt aufwachsen können“, schreibt Stolle und ich stimme ihr 100% zu.

Ich habe auch heute für das Mädchenschutzhaus gespendet. Ich weiß es nicht, wieso ich das tue. Die tolle Rolle der weißen Beschützerin, die das alles gar nicht trifft? Die Hoffnung auf unversehrte Kindheit für „die Schwester im Geiste“? Ich weiß es nicht. Vielleicht möchte ich nicht, dass „die Frau gleich Schmerz“ bedeutet.

Frauenkreis Infoabend am 6. März 2020

Du hast es schon überall gelesen oder gehört, weißt aber nicht so richtig, was es ist: Der Frauenkreis?

Ich gebe Dir die Möglichkeit zu einem Infoabend zu kommen, hinein zu schnuppern, Fragen zu stellen, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie schön soetwas ist. Trau Dich, bringe Deine beste Freundin mit, oder Deine Tochter!

.°. Was dich erwartet .°.


Wann?

Am 6. März 2020 ab 18 Uhr bis etwa 20 Uhr.

Wo?

Heilpraxis Schlange und Besen
Inh. Julia Perschke
Seegefelder Straße 99
13583 Berlin

Weitere Informationen

Eigene Trommeln dürfen gerne mitgebracht werden. ❤

Es wird Tee, Wasser und kleine Knabbereien geben.

Ich bitte um Anmeldung, wegen der Platzvorbereitung!

Ich biete meine Veranstaltungen generell auf Spendenbasis an. Ich freue mich über jeden Interessierten. Die Raummiete beträgt 25€, die ich aus eigener Tasche bezahlen muss. Dazu kommen Räucherwerk, Vorbereitungen usw. Deswegen ist jede Spende gern gesehen.

Über Pausen und wie ich zu mir selbst fand

Manchmal ist es gar nicht so einfach die richtigen Worte zu finden. Und schon gar nicht, wenn sich grundlegende Dinge ändern. Aber was man ruft, das kommt und ich habe im letzten Jahr laut nach genau dieser Transformation gerufen und sie hat mich einmal durchgewaschen und ausgespuckt. So langsam begreife ich, was sich wirklich getan hat.

Seit Juli bin ich schwanger. Und das nicht nur mit Ideen, sondern mit einem Mädchen. Das ändert von Grund auf schon mal so einiges. Aber ich habe das Gefühl, mich nicht zurück ziehen zu müssen, sondern genau jetzt noch mehr in die Welt hinaus zu gehen. Doch ich hatte mich dazu entschlossen abzuwarten, die Dinge ihren Lauf nehmen zu lassen und zu gucken, was eigentlich passiert.

Die Rauhnächte kamen und gingen und ich habe wirklich klare Aussagen erhalten. „Gehe mit dem Zyklus“, war die Botschaft. „Verstecke dich nicht mehr, JETZT ist deine Zeit.“ Wer auf Instagram aktiv war, konnte zum Jahreswechsel meine tägliche Kartenziehung mitverfolgen und die wundervollen Bilder und Nachrichten der Spirits/Götter erkennen. Mit der Begleitung von Julias Spiritual Living konnte ich außerdem viele Sorgen und Ängste hinter mir lassen und kann nun voller Zuversicht in die Zukunft blicken.

Ich zu Weihnachten.

Es fühlt sich an, als wäre ein schweres Gebirge von meinen Schultern genommen worden. Es tut so gut mich mehr um mich zu kümmern, denn das habe ich wirklich lange vernachlässigt. Dank meiner Tochter, die schon in mir einen wirklich starken Willen hat, habe ich mir (nicht ganz freiwillig) die Zeit für mich genommen, habe entschlackt, entgiftet, digital-detoxing gemacht und alles was dazu gehört.

Und dann konnte ich endlich klarer sehen. Und es drang mir durch Mark und Bein. Meine Transformation ist fast beendet. Es steht zwar immer eine nächste an, aber die jetzige fühlt sich essenzieller an, wichtiger, größer. Und dazu gehörte die Pause, die ich im letzten halben Jahr gemacht habe. Immer ständig sofort alles unter Druck in die Welt hinaus zu posaunen ist nicht immer von Vorteil. Manchmal muss man abwarten, die Dinge geschene lassen, sie reifen lassen, mit Ideen schwanger gehen, bis sie Spruchreif sind. Oder bis sie an einem Punkt sind, an dem sie mit anderen oder der Öffentlichkeit selbst weiter wachsen können.


Was ich in diesem Jahr geplant habe:


Wie genau jeder einzelne Punkt dazu aussieht, kann ich noch nicht sagen. Ich bemühe mich weniger zu planen und mehr zu spüren. Das ist so untypisch für die Online-Welt, in der man gerne mal vergessen wird, wenn man nicht regelmäßig etwas postet. Aber das ist mir egal. Ich brauche meinen eigenen Rythmus und will die Kreativität fließen lassen, so wie sie komnmt.

Ich bin nicht hier um ein Influencer zu sein, sondern um Gedanken und Ideen in die Welt zu geben, um DICH zu begeistern, zum Nachdenken anzuregen, DICH anzustiften Deinen eigenen Weg zu finden und zu gehen.

Grenzen, Heimat, Sprache

Manche Orte sind besonders. Manche Menschen machen manche Orte besonders.

Oderberg

Wo man frei atmen kann, wo man hinter den Horizont schauen kann, wo man das spüren kann, was man nirgendwo spürt. Wo man über die Grenze schaut und feststellt – wir sind uns so nah!

Lebenstanzkreis, Oderberg, 2019

Wir sind Nachbarn und doch sind wir uns so fern und wissen so wenig von einander. Meine Sprache ist deine Sprache und meine Heimat ist die deine.

Ich nenne es “ das Hexenhäuschen“, Oderberg.

Wir sind glücklich, woanders leben zu können, als dort, wo wir geboren sind. Neue Liebe, neue Freunde. Und doch weinen wir, wenn wir das Lied in unserer Sprache singen, alte Gedichte aus unserer Kindheit lesen und uns erinnern, wo genau wir in der Klasse unserer alten Schule gesessen haben und dieses Gedicht lernten.

Wasseraltar, Oderberg

„Heimat ist dort, wo deinem Hintern warm ist“, sagt der Protagonist eines russischen Films aus den 90ern.
Manche sagen: „Heimat ist dort, wo du aufgehört hast, wegzulaufen“.
In jeder seinen Sendungen „Männerhaushalt“ stellt Torsten Sträter seinen Gästen immer wieder dieselbe Frage: „Was ist für dich Heimat?“. Einige antworten: „Heimat ist die Sprache“.

Musik im Metall

Du kannst aus deinem Dorf fliehen, aber das Dorf bleibt für immer in dir drin.
Manche Grenzen sind da, um sie zu überwinden. Wir haben „rübergemacht“ und es ist gut so.

Feuerlaternen der Erde

Wir sind da, wo wir sein sollen. Ich wünschte ich könnte fliegen. Von oben sieht man die Grenzen nicht.
Wir sind so verschieden, aber trotzdem sind wir zusammen.

Oderberg, 2019. Die Grenze zwischen Deutschland und Polen.

Mmh, und wer bist du?

Ja..ich hätte nie gedacht, dass es so schwierig sein könnte, auf diese Frage zu antworten (ich sitze hier schon bestimmt eine dreiviertel Stunde!). Wer bin ich eigentlich? Der Philosoph in mir sagt: „Ich bin alles und nichts.“; der Pessimist: „Ich bin hier, um die Luft zu verschmutzen und die Erde unter meinen Füßen niederzutreten.“; der Soziopath fragt: „Wen interessiert’s?“; der Altruist in mir schreit: „Ich bin hier, weil dich jemand braucht! ohne dich würde nichts klappen!“
Wie ein russischer Dichter eins schrieb: „Wenn die Sterne am nächtlichen Himmel funkeln, dann heißt das, jemand braucht sie!“ Wow, na wenn man so denkt… Aber zurück in die (grausame) Realität. Ich werde doch in der Lage sein, etwas von mir erzählen zu können! (Sagte sie und stellte sich vor, in einem Deutschunterricht zu sein.)

Hallo! Ich heiße Elizaveta, ich bin 31 Jahre alt. Ich komme aus Russland, wo ich als Englischlehrerin und Übersetzerin tätig war und einen Bachelor in Linguistik und Übersetzungswissenschaft gemacht habe (die Sprachen sind einfach wunderschön!). Seit 2012 lebe ich in Deutschland und seit kurzem studiere ich Deutsch als Fremd- und Fachsprache (ich habe das Gefühl, dass ich mein ganzes Leben nur lerne…wann werde ich schon alles können??). Ich stelle mir fast jeden Tag die Fragen wie „Was ist für uns die Heimat?“, „Was ist für uns die Sprache?“, „Wo kommen wir her und wo gehen wir hin?“, „Woran glauben wir?“, „Wieso sind wir hier?“.

Ich bin seit 3 Jahren Heidin und seit kurzem Teil des OBOD (dank Lisa Laqua *Kuss*) und des Asahood Berlin e.V., eine Ásatrú Gemeinschaft in Berlin. Ich interessiere mich für slawische und nordische Mythologie, Geschichte des Paganismus in Russland und beobachte die Entwicklung des Neo-Heidentums in Ost-Europa. Die Kraft der Magie und Heilung als Teil des menschlichen Könnens ist sehr wichtig für mich zu erforschen.

Und das Wichtigste zum Schluss! Ich bin die neue Co-Redakteurin des AnamRua Blogs! Yippieh! Ich bin sicher, Ihr werdet von mir durch meine Beiträge, Fotos, Geschichten, Gedanken, Diskussionen, Fundstücke mehr erfahren! Es ist wirklich seltsam, von sich selbst zu erzählen.

Ich freue mich riesig, ein Teil dieses wunderschönen Projekts zu sein, mein spirituelles Leben und magischen Alltag mit Euch teilen zu dürfen, uns als Redakteuere einander zu ergänzen. Es ist mir eine Ehre, mit Lisa zusammen zu arbeiten, denn ohne Sie wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin!

Heil uns, den Glorreichen!
Ich freue mich!

Eure Elizaveta

Wer bin ich?

Ich habe mich jetzt hier einige Monate nicht gemeldet und wenn, dann ’nur‘ durch eine Podcastfolge. Vor knapp zwei Jahren bin ich mit vollem Elan in das Projekt Anam Rua eingestiegen, denn ich wollte unbedingt der Welt mitteilen, wie ich mit meinem spirituellen, magischen Alltag umgehe.

Seitdem ist sehr viel passiert. So viel, wie sich eigentlich kaum messen lässt und schon gar nicht richtig erzählen. Die Wunder, die ich früher manchmal erlebte und sofort mit der Welt teilte, erscheinen mir nun jeden Tag und werden vermutlich langsam zur Gewohnheit. Der Mensch ist seltsam.

Ich hatte vor zwei Jahren frisch mein Geschichtsstudium beendet und begab mich in eine Findungsphase. Ich bildete mich weiter, suchte Jobs, hatte viele Gespräche und noch mehr Absagen. Ich bin Online-Redakteurin und mittlerweile auch Event-Managerin. Doch was bedeuten diese ganzen Berufsbezeichnungen? Bin ich das wirklich? Denn Erfahrungen habe ich kaum bis gar nicht gesammelt, hatte keine Zeit dafür oder keine Muße.

Wer bin ich?

Seit einiger Zeit lebe ich nun am Rande der Gesellschaft und versuche mit strampelnden Beinen darin einen Platz zu finden, mich irgendwie in die Mitte zu kämpfen. Ich hatte so viele Ehrenämter, dass ich fast daran erstickt bin. Doch was bleibt mir anderes übrig? Natürlich weiter strampeln, die Welt bleibt nicht stehen.

Wer bin ich?

Je mehr ich von den Wundern dieser Welt mitbekomme, desto öfter sehe ich auch die Zerstörung. Und ich fühle mich machtlos.
Friday for Future.
Poteste gegen die Art der momentanen Regierung.
Proteste gegen die Zerstörung der Natur.
Hambacher Forst.
Rassismus.
Sexismus.
Diskriminierung
Respektlosigkeit.

Ich würde gerne helfen, aber das alles sind so riesige Berge, wie kann ich denken, dass ich mit meinen kleinen Bemühungen etwas erreichen kann?

Und dann sind da diese jungen Menschen, die jeden Freitag auf die Straße gehen und für ihre Überzeugungen einstehen. Mit vollem Herzen. Egal wie groß der Berg ist. Doch wie schaffen die es? Sobald ich meinen Mut zusammenkratzen will, muss ich mein Herz öffnen. Denn ohne die Unterstützung meines Herzens, sind meine Überzeugungen nur Schall und Rauch. Ab dem Zeitpunkt kann ich nur noch weinen und spüre diese unglaubliche Last auf meinen Schultern, die mich erdrücken will.

Ich bin ein Mensch und ich habe zu der aktuellen Situation auf der Welt beigetragen. Weil ich mein Konsumverhalten nicht abstellen kann. Weil ich es liebe meinen Kaffee mit glutenfreier Hafermilch zu trinken. Weil ich es liebe einen gefüllten Kühlschrank zu haben, auswählen zu können, was ich wann esse. Weil ich es liebe mich in schöne Kleidung zu stecken.

Ich bin eben eine Frau aus einer privilegierten, weißen Gesellschaft und offenbar auch darin gefangen. Dumm und gedankenlos. Man(n) darf mich beleidigen, herumschubsen und über meinen Kopf hinweg entscheiden. Und wenn ich mich dagegen wehre, stehe ich alleine da. Ich habe mich ja schließlich alleine in diese Situation gebracht.

Und wenn ich mich erstmal ignoriere und versuche Mutter Erde etwas zurück zu geben, stehe ich vor diesen unbezwingbaren Bergen, die aus Hass und Gleichgültigkeit gebaut sind.

Wer bin ich?

Vielleichte sollte mich diese Frage nicht weiter beschäftigen. Im Grunde ist es egal „wer“ ich bin, denn ich werde immer eine privilegierte, weiße Frau sein. Zählt denn dann noch Persönlichkeit?

Vielleicht ist es besser zu fragen „warum“ ich bin?

Vielleicht ist es besser zu fragen „was ich tun kann“?

Vielleicht ist es besser zu fragen „wie ich etwas ändern kann“?

Oder ich höre auf zu strampeln, weil nichts weiter in meinem Leben von Bedeutung ist.

Und dann fallen mir wieder diese jungen Menschen ein, die für die Natur und Mutter Erde kämpfen. Mir fallen die ganzen starken Frauen ein, die sich für ihre Rechte einsetzen. Mir fallen so viele Menschen ein, die für eine bessere Welt, eine bessere Zukunft alles tun würden. Sie gehen dafür ins Gefängnis, lassen sich bespucken und schlagen und stehen wieder auf. Denn sie sind überzeugt für die richtige Sache zu leben, zu stehen, zu lieben, zu singen, zu bauen, zu tanzen, zu malen, zu kämpfen.

Sie ertragen mehr Leid und vielleicht lindern sie so das Leid von Mutter Erde. Sie wandeln die negative Energie in Liebe um. Sie dienen als Filter. Doch Filter sind irgendwann verstopft von dem Dreck, der durch sie hindurch geht. Vielleicht hilft es den Filtern sich sauber zu halten, wenn sie regelmäßig ihre Herzkraft auffüllen und sich reinigen. Vielleicht geschieht dies durch Schwitzhütten, Heilkreise oder Meditationen. Vielleicht ist es einfach der Lieblingskaffee, der einen glücklichen Moment im Alltag kreiert.

Das großartige Ritual zur Sommersonnenwende in Berlin dieses Jahr war absolut magisch. Es war zaghaft und fühlte sich frisch und neu an, da viele pagane Wege zusammen gekommen sind um etwas Neues zu erschaffen. Nach meinem Gefühl haben wir es auch getan, etwas neues Gebaut. Etwas neues in die Welt gegeben. Auf der Grundlage von Vertrauen und Tolleranz, mit Mut und Liebe.

Niemand hat gesagt, dass die Heilung der Erde eine leichte Sache ist. Nicht für sie und nicht für die Menschen. Ich bin davon überzeugt, dass es an der Zeit ist dem Kapitalismus und Konsum nicht mehr so viel Macht einzuräumen. Ich persönlich habe keine Komplettlösung für eine bessere Welt, aber ich weigere mich den Kopf einzuziehen und mich darauf auszuruhen, dass ich, als priviligierte, weiße Frau, kaum eine andere Möglichkeit habe, als Fehler zu machen. Ich existiere und dafür wird es einen Grund geben. Und wenn ich zwischendurch meinen Filter mit leckerem Essen reinigen muss, dann ist das so.

Es ist mein Leben und ich kann es mir in meinem Körper und meiner Umwelt schön machen. Voller Liebe und Respekt für die Welt, die Natur, die Tiere und die Menschen, die darauf leben.

Lebt voller Kreativität und Liebe.
Eure Lisa

Wie sich ein Potential entfalten kann – Ein Stück meines Weges

Irland spirituelle Landschaft Druids View
Druid’s View, Irland, Ring of Kerry. Quelle: Privat

Ich habe jetzt schon eine Weile keinen Beitrag verfasst und das hatte leider seine Gründe. Da ich jetzt wieder auf einem aufsteigenden Ast bin und mein Leben etwas sortiert habe (oder gerade dabei bin), wollte ich berichten, was so bei mir los ist.

Ich glaube ich sollte am Anfang beginnen, denn ich bin mittlerweile der Überzeugung, dass ich ihn gefunden habe. Dieser Anfang ist für mich eine so persönliche Sache gewesen, dass es mir schwer fällt darüber zu berichten, weswegen ich es bisher nicht getan habe. Es war auch nicht ganz einfach einen Anfangspunkt zu finden, denn alles wird von allem beeinflusst. Aber es gab in letzter Zeit Ereignisse, die den Anschein erwecken einen Zusammenhang zu haben.

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Mein erster Vortrag: Hildegard von Bingen

Eigentlich war es eine Entscheidung von Sekunden. Letzte Woche Dienstag saß ich in Phoebes Hexenstube und unterhielt mich mit Freunden. Wir schwammen von einem Thema zum nächsten und ich nahm mir nebenbei etwas Zeit, um mir Orakelkarten zu legen.

Ich mischte verschiedene Decks, um sie zu einem Bild zusammen zu legen und war überrascht auf einmal die Götter Karte Danu in der Hand zu halten. Meine mich begleitenden Göttinnen sind seit meiner Jugend meistens Arthemis und Diana und ich horchte sofort auf, als auf einmal diese große Göttin zu mir kam.

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Podcast Folge 7 – Die Raunächte und die Schwitzhütte

Anam Rua - Über den magischen und spirituellen Alltag - Podcast

In der aktuellen Folge geht es um die Raunächte 2018/2019 und wie ich sie dieses Jahr wahrgenommen habe. Außerdem erzähle ich Euch von meiner ersten Schwitzhütte, die ich letztes Jahr noch erleben durfte.

Eine für mich spannende Folge und für Euch hoffentlich nicht zu chaotisch.

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